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  • AUFERSTEHUNGDatum03.04.2010 10:03
    Thema von Dieter im Forum Dieters Buch nach der...

    Eigentlich üben wir es
    jeden Tag, jeden Morgen:
    Nach dem Niederlegen -
    das Aufstehen.
    So selbstverständlich!
    Schon weniger selbstverständlich
    ist das Aufrichten
    nach unseren Niederlagen.
    Wenn es uns aber gelingt,
    ein einziges Mal öfter aufzustehen
    als wir versagt haben,
    dann glaube ich-
    dann sind wir auf dem Pfad
    unserer endgültigen Auferstehung.

  • P A R A D I E S ?Datum13.03.2010 11:16
    Thema von Dieter im Forum Dieters Buch nach der...

    Wenn aus Stärke Schwäche wird
    und aus Schwäche Stärke,
    wenn aus Wärme Kälte wird
    und aus Kälte Wärme,
    wenn aus Ruhe Unruh wird
    und aus Unruh Ruhe,
    wenn das Plus zum Minus wird
    und aus Minus Plus,
    wenn aus Norden Süden wird
    und aus Süden Norden,
    wenn die Pole sich verschmelzen,
    wenn der Gegensatz zum Satz wird,
    zu (S)EINEM einzgen Sein,
    dann wird aus Zeit die Ewigkeit
    und alles taucht in Liebe ein.


    Eine mögliche Variante?!

  • LEBEN oder SCHEINTOTDatum26.02.2010 18:04
    Thema von Dieter im Forum Dieters Buch nach der...

    Ein Geisterbaum
    ohn' Blatt im Raum,
    erstarrter Boden,
    leere Hoden,
    kraftlos Natur,
    ohn' Lebensspur.
    Alles ist kahl.
    Im dunklen Saal
    der Winterwelt
    ist Minuskält.
    Natura zeigt,
    Leben sich neigt
    so nah dem End.

    Ist doch kein End!
    Denn Morgenrot
    als Lebensbot
    strahlt früh am Tag
    bedrängt ohn'Frag
    die leere Welt
    vom Himmelszelt,
    wärmt den Boden,
    füllt die Hoden.
    Im Vergehen
    ist zu sehen,
    regt sich die Kraft,
    die Neues schafft.
    Die Totenruh
    deckt Leben zu,
    mehr aber nicht.
    Das Leben bricht
    durch diese Still'
    Ist's Gottes Will?
    Stetes Regen,
    welch ein Segen!

  • " RELATIVITÄTSTHEORIE "Datum13.02.2010 19:46
    Foren-Beitrag von Dieter im Thema

    Lieber walter,
    wenn du mit praktisch unsere menschliche Unzulänglichkeit meinst,dann hascht recht gha,odr?
    Unter theoretisch würde ich dann alle Begriffe setzen,die wir als absolut ansehen.Von denen bliebe möglicherweise nur die Liebe übrig.
    Weiss schon, irgendwann muss ich mich dem größeren Kreis(FB)stellen.
    LG
    diatr

  • Thema von Dieter im Forum Dieters Buch nach der...

    Aus Nichts wird Etwas
    oder
    Schöpferisches
    ======================

    Ich sehne mich,weiß nicht wonach.
    Wenn ich's wüsst',würd' ich gern schwach.
    Möcht's der Sehnsucht überlassen,
    worin ich mich kann fallen lassen.
    Eine Sehnsucht ohne Ziel
    ist nicht wenig, ist nicht viel.
    Wer kennt nicht dies wunschlos Drängen?
    Befreit es uns? Aus welchen Zwängen?
    Führt es uns zu Fülle, Leere?
    Hat etwas von sanfter Schwere,
    erfasst uns wie ein Tagestraum
    und gibt uns etwas,- gibt uns Raum.
    Vielleicht ist dort - gleicht einer Pause -
    das Schöpferische wohl zu Hause.
    Maler, Dichter, Komponisten,
    sich in solche Räume nisten.
    So wird aus Sehnsucht ohne Ziel
    eine Kraft, die etwas will
    Vielleicht entstand in diesem Raum
    Gottes Schöpfungstagestraum.


    Wir wissen nichts,aber ahnen das dürfen wir.

    Dieter

  • " RELATIVITÄTSTHEORIE "Datum13.02.2010 11:01
    Thema von Dieter im Forum Dieters Buch nach der...

    "Relativitätstheorie"

    Es lässt sich vermutlich
    Alles relativieren ?!
    Nur Eines nicht --
    die LIEBE.


    Was meint ihr?

    Dieter

  • GELUNGENER GENERATIONSWECHSELDatum13.02.2010 00:29
    Foren-Beitrag von Dieter im Thema

    Hallo Martin,
    Möglicherweise bin ich zwar noch nicht alt,
    dafür aber immer älter.
    LG Dieter

  • GELUNGENER GENERATIONSWECHSELDatum11.02.2010 10:44
    Thema von Dieter im Forum Dieters Buch nach der...

    Gelungener Generationswechsel

    Wann schlägt der Jugend Leichtgewicht
    des Alters schwere Last?
    Im Alter lernt man den Verzicht,
    geht's nicht mehr ohne Rast.
    Erfahrung bringt noch ein'ges Licht,
    mit Kräften Alt nicht prasst.
    Gelass'ner Blick auf Weltens Sicht,
    von manchem Alt die Finger lasst,
    was die Jugend mit Elan
    und Schwung beginnen kann.
    Jugend kann sich Fehler leisten,
    denn Korrektur von Fehlern,
    die braucht Zeit.
    Sollt nicht die Lebensfreude schmälern,
    wenn ein guter Start bereit-
    gestellt von Alt für Jung
    und ein Schuss Begeisterung.
    Je mehr die Alten Freude bringen
    in's Leben und der Jugend,
    so mehr der Jugend kann gelingen
    der Weg vom Fehl zur Tugend.
    Dann Alter kommt die Zuversicht
    und Freude dich erfasst:
    dann schlägt der Jugend Leichtgewicht
    des Alters schwere Last.


    Was meint ihr?

    Dieter

  • BEWUSST -- SEINDatum09.02.2010 08:47
    Thema von Dieter im Forum Dieters Buch nach der...

    Bewusst -- Sein.

    Es gibt Momente im Leben,
    die kann es nicht immer geben.
    Da presst sich des Lebens Fülle
    in des Augenblicks Geleit,
    da entspringt der Zeiten Hülle
    dieser Hauch von Ewigkeit.
    Halt still, tauch ein
    in dieses Glück!
    So dehnst du diesen Augenblick
    und fühlst bewusst dein Sein.


    Wenn wir uns auf die Suche nach solchen
    Augenblicken begeben, in der Stille,
    in der Ruhe haben wir auch eine Chance,
    sie zu finden.
    Was meint ihr?

    Dieter

  • Vom NEBELDatum29.01.2010 02:32
    Thema von Dieter im Forum Dieters Buch nach der...

    Ist nicht Dunkel,ist nicht Licht,
    berührt uns doch die trübe Sicht.
    Spüren nicht nur Einsamkeit,
    wirft uns zurück auf unser Ich.
    Von dort ist es zu Gott nicht weit,
    Geborgenheit ummantelt mich,
    hält mich wie Watte sanft umfangen,
    was kann ich mehr verlangen?!

  • Vom SINN des LEBENSDatum29.01.2010 02:21
    Thema von Dieter im Forum Dieters Buch nach der...

    Da wir SINN erkennen,
    macht SINN Sinn.

  • WINTERMORGEN im WALDVIERTELDatum29.01.2010 02:16
    Thema von Dieter im Forum Dieters Buch nach der...

    WINTERMORGEN im WALDVIERTEL

    Dunkel ist des Morgens Sicht,
    bevor der heut'ge Tag anbricht.
    Durch die Dämm'rung Schimmer fällt
    auf die lichter werdend Welt.
    Schon legt Zwielicht, wie ich ahne,
    sich auf den Schnee, der Sahne-
    mützen haubt auf Fels und Dach.
    Es leuchtet langsam wen'ger schwach.
    Aus dem Dunkel heben sich,
    zunächst noch wie Gespenster,
    Birken, Weiden weiß bereift.
    Fällt mein Blick aus Harbachs Fenster,
    die Kraft der Eiche mich ergreift.
    Fest stammt sie da im Osten,
    auf heil'gem Grund hält Posten
    und doch -- mit zierlich Zweigen ungezählt,
    die Näh' des Himmels find.
    Wie gut hat sie den Platz gewählt,
    für mich, nun staun' ich wie ein Kind.
    Allmählich strahlt das Morgenlicht,
    leuchtet durch's Eichgeäst mich an,
    ein neuer Tag, der ist in Sicht.
    Rosa verdrängt, schon dann und wann,
    der Nächte bläulich Schatten.
    Der Sonne erster Sonnenstrahl
    trifft auf die weißen Matten.
    Spiegelt sich's glitzernd ohne Zahl
    in Jännerschnees Kristallen.
    Bringt uns daher ein doppelt Licht.
    Holt nach so allemalen,
    was uns genommen ward an Sicht,
    durch Wintersonnen sparsam Glanz.
    Versteh' ich nun das wirklich richtig?
    Was uns genommen, trifft uns g a n z .
    Sehen nicht, was wirklich wichtig:
    Sind blind für das, was uns im Leben
    wird gegeben, wird g e g e b e n.


    Harbach,13.01.2010

  • Foren-Beitrag von Dieter im Thema

    Danke Martin,
    Du ahnst nicht,wie sehr ich mich über deine Antwort gefreut habe.Die erste sichtbare konkrete Reaktion,wenn man von der Steigerung der Zugriffszahlen absieht.Und dann noch deine Bestätigung meiner These,dass alles von "unten" kommen wird,von dir,der bei aller Zuwendung zur Spiritualität mit beiden Beinen den Boden der Realität
    nicht verlassen hat.
    Ich hoffe sehr auf weitere Antworten,egal in welcher Form,sonst komme ich mir doch ein wenig ,wie der zitierte Rufer in der Wüste vor.
    Übrigens Walter hat mich animiert,Facebook beizutreten.Wär das auch etwas für dich,Martin? Wenn ich an deine Kompositionen denke!!
    Liebe Grüße
    Dieter

  • Thema von Dieter im Forum Dieters Buch nach der...

    MENGENLEHRE oder WIE FRIEDEN ENTSTEHEN KANN

    Erdkörner klumpen sich zu Schollen,
    aus Tropfen wird ein Wasserfall.
    Ein Mensch allein ist schwach im Wollen,
    das Ziel erreicht die größ're Zahl.
    Wie kann man Frieden denn verbreiten,
    im ganzen Land,in Weltenweiten?
    Ruf in der Wüste ist nichts wert,
    wenn diesen Ruf kein Andrer hört.
    Erklingt der Ruf im Gruppenkreis
    wird die Sache deutlich heiß.
    Aus der Gruppe werden Gruppen,
    die viel Dynamik schon entpuppen.
    Der Gruppen Ruf erreicht das Land,
    schon über manche Grenze fand.
    Der Ruf,der wird von "unten" kommen,
    denn oben sitzen Geld und Macht
    und wahrlich keine wahrhaft Frommen,
    umnebelt von der Habgier Nacht.
    Klingt Ruf auch anfangs schwach und schal,
    doch wird er erst einmal global,
    Fasst Hand die Hand und Herz das Herz,
    zerbricht daran des Krieges Schmerz.
    Menschenseelen erdkorngleich
    bilden Bündnis wie die Schollen.
    Menschenzahl wie Tropfen reich
    kann den Frieden wirklich wollen.
    Reißt nieder wie ein Wasserfall,
    was aus Angst geboren.
    Vertrauen wird zum sich'ren Wall.
    Die Welt gewinnt,schien schon verloren.
    Dann Wüstenruf warst nicht vergebens,
    Hoffnung,Sehnsucht unseres Lebens.


    Alles nur ein Wunschtraum
    oder reale Chance?

    Dieter

  • ZUM JAHRESWECHSELDatum25.12.2009 17:40
    Thema von Dieter im Forum Dieters Buch nach der...

    Zum Jahreswechsel

    Kalenderblätter fallen,
    eins nach dem andern.
    Die Zeit muss immer fort,
    muss weiter wandern
    bis in die Ewigkeit;
    und wir darin --
    ein Wimpernschlag,
    Laune der Natur,
    verfolgen Gottes Spur.

    Dieter

    P.S.:
    Vielen,vielen Dank an alle
    die in diesem Jahr ihr
    wertvollstes Gut,ihre Zeit,
    mit mir geteilt haben,
    die mir ihre Aufmerksamkeit
    im Dialog,als Helfer oder
    als Leser geschenkt haben.

  • Zum BUCH über die FRIEDENSRADFAHRTDatum21.12.2009 08:45
    Thema von Dieter im Forum Dieters Buch nach der...

    Wirkliche Pilgerschaft
    ist keinesfalls
    nur eine Sache der Füße.
    Es ist zuallererst
    eine Sache des Herzens.

    Wolfgang Schneller

    Liebe Leser meines Tagebuches,
    Aus der stetig steigenden Zahl der Zugriffe auf mein Tagebuch kann ich euer ungebrochen anhaltendes Interesse mit "Computerpräzision" verfolgen. Damit habe ich natürlich eine Riesenfreude,die für mich gleichzeitig Ansporn und Auftrag ist, mein Buch über die Friedensradfahrt möglichst bald fertigzustellen.
    Mein ursprünglicher Plan,es schon zu Weihnachten auf den Markt zu bringen, war doch etwas zu kühn. Immerhin bin ich jetzt aber schon beim
    Ergänzen der letzten Woche unserer Reise (Damaskus bis Jerusalem)angelangt.Für eine Präsentation des Buches noch vor Beginn der Radhauptsaison(Ostern)dürfte nach menschlichem Ermessen nichts im Wege stehen. Es wird nach meiner Vorstellung neben Karikaturen,Musikbeispielen,dem Streckenprofil,der Vorstellung der einzelnen Teilnehmer,den Aphorismen auch zahlreiche Fotos enthalten.
    Vielleicht gibt es auch noch die eine oder andere Überraschung.
    Das Schreiben ist für mich eine Wiederholung der Pilgerfahrt.Meine Füsse bleiben ruhig,aber mein Herz ist voll dabei.Danke Wolfgang Schneller
    für deinen Spruch. Ich kann ihn sehr gut nachvollziehen.
    Wenn ihr Zeit und Lust habt,liebe Leser, könnt ihr hier auch eure Gedanken,Meinungen,Kritik und Anregungen ausdrücken.Auf dieser Plattform ist antworten möglich.
    Vielen Dank für euer großes Interesse

    Dieter

  • REZEPTUR für den WELTFRIEDEN ?!Datum19.12.2009 01:50
    Thema von Dieter im Forum Dieters Buch nach der...

    Martin hat mir dankenswerterweise eine Plattform eingerichtet auf der ihr mit mir in Kontakt treten könnt.Mein letzter Beitrag in meinem
    Tagebuch ist ein einfacher Aphorismus zum Thema Weltfrieden:

    Rezeptur für den Weltfrieden :

    Ein paar Gramm weniger globale Angst,
    dafür tonnenweise globales Denken.

    Was meint ihr,liebe Leser meines Tagebuchs, zum Beispiel zu diesem Thema? Wie steht es um unsere Angst vor globalen Strömungen aller Art? Wieviel Mut glauben wir aufzubringen, uns offen den globalen Herausforderungen zu stellen? Zieht ihr euch eher in eure vier Wände zurück? Wie können wir mit Veränderungen in unserem Leben,in der Welt, umgehen? Erleben wir das Anderssein Anderer bereichernd oder beengend? Wie stellen wir uns den Umgang der einzelnen Religionen miteinander vor? Wie steht es um den Frieden in unserem eigenen Umfeld?
    Eine Fülle weiterer Fragen drängt sich noch auf,die alle in irgendeiner Weise mit dem Thema Weltfrieden zu tun haben.
    Ich freue mich schon sehr auf eure Antworten.


    Dieter

  • REZEPTUR für den WELTFRIEDEN ?!Datum15.12.2009 09:35
    Thema von Dieter im Forum Dieter's Tagebuch

    Ein paar Gramm weniger globale Furcht ,
    dafür tonnenweise globales Denken.

    Dieter

    Was meint ihr dazu,liebe Leser. Martin hat mir dankenswerterweise eine eigene Plattform eingerichtet. Wenn ihr "das Buch nach der Reise anklickt" können wir Ideen und Gedanken zum Beispiel zu diesem Thema oder überhaupt zu meinem Tagebuch austauschen. Wäre schön ,wenn ich dort Antworten oder Rückmeldungen jeder Art von euch bekäme.

  • Thema von Dieter im Forum Dieter's Tagebuch

    Über ZUKUNFTSPERSPEKTIVEN des (der) FRIEDENS(RADFAHRT)


    Wir pflügen und wir streuen
    den Samen auf das Land:
    Doch Wachstum und Gedeihen
    steht nicht in unserer Hand.

    nach Mathias Claudius

    Das Große geschieht so schlicht
    wie das Rieseln des Wassers ,
    das Fließen der Luft ,
    das Wachsen des Getreides .

    Adalbert Stifter




    Für mich stellt sich abschließend natürlich die Frage , ob und in welcher Form Werner Ertels Idee einer gemeinsamen Radfahrt von Juden,Christen und Moslems ,um des
    Friedens willen von Wien nach Jerusalem eine Fortsetzung findet.So träume ich davon , dass auch Radfahrer anderer Länder daran teilnehmen , die , soweit es
    Nord - , West- und Mitteleuropa betrifft , in einer Art Sternfahrt zu den " Wienradlern " dazustoßen . Ebenso könnten Teilnehmer aus den Ländern , die wir auf dem Weg nach Jerusalem durchquert haben , die ganze Reststrecke oder Teilstrecken , etwa im Rahmen ihrer Landesgrenzen mitmachen . Werden Gruppen oder Einzelkämpfer unseren Spuren folgen ?
    Für Interessenten , die gesundheitliche oder altersbedingte Bedenken haben : Heinzi ,unser Ältester war im Siebzigsten , ich im 69sten Lebensjahr.
    Einige Teilnehmer haben die Radfahrt nach überstandenen Operationen (Bypass) oder anderen schweren Krankheiten ohne Probleme bewältigt.Freilich sollte man schon eine gewisse Grundkondition (in der Vorbereitungsphase : etwa 500 km Radkilometer oder 2 bis 3 Mal pro Woche 5-10 km Laufen) mitbringen .Aber auch die konditionsschwächeren Radler haben ihren Rückstand im Laufe der Tour sehr rasch aufgeholt . Die Zeitfrage (40 Tage für die volle Strecke) sollte niemanden davon abhalten zumindest eine Teilstrecke mitzuradeln . Etliche Hin- und Rückflugmöglichkeiten entlang der Strecke sind vorhanden . Organisatorische Fragen hängen in erster
    Linie von der Zahl der Teilnehmer ab . Für uns rund 20 war neben Planung durchaus auch Improvisation möglich und gefragt.Immerhin hatten wir etliche Reifenpannen , 3 Kettenrisse , Probleme mit dem Visum für Syrien und war auch hin und wieder gesundheitliche Betreuung erforderlich . Der Reisezeitraum( Mitte April bis Ende Mai )
    war sicher gut gewählt.Wir fuhren lange durch ein Blütenmeer.Wir hatten wohl von 2° (Kostenec,Bulgarien) bis 43° C( Israel) große Temperaturunterschiede,doch scheint
    mir ein späterer Reisezeitraum wegen der größeren Hitze weit kräfte(wasser-)raubender.
    Wenn ich daran denke , dass es von Wien nach Jerusalem etwa gleich weit, wie von Wien nach Santiago ist , scheint mir unsere Pilgerreise jedenfalls
    eine interessante Alternative zum Jakobsweg zu sein . Dessen Renaissance in den letzten Jahrzehnten entspricht durchaus den Malrauxschen Prophezeiungen
    vom Wiederaufleben der Spiritualität und läßt auch für die Idee der Friedensradfahrt nach Jerusalem den Schluss zu , dass wir nicht die Letzten sein werden ,
    die diese wunderbare spirituelle , noch dazu den Friedensgedanken weitertragende Erfahrung gemacht haben.
    Jedenfalls werden die Meisten von uns , wenn sie nicht ohnehin eine Wiederholung dieser Friedensfahrt im Auge haben , gerne mit Rat und Tat interessierten Friedensradbegeisterten zur Seite stehen .
    Vielleicht wächst und gedeiht dann im Sinne Claudius' , was uns ein gnädiger Gott pflügen und an Samen streuen ließ . Was mir Mut macht : Gerade in jüngerer
    Vergangenheit gibt es einige Beispiele , wie aus kleinen Anfängen große Umwälzungen entstanden sind . Wer hätte gedacht , das die Trennung Europas , der Fall der
    Berliner Mauer auf so friedliche Weise zustande kommt , dass nach der legendären Rede Martin Luther Kings am 28.August 1963 in Washington :"I have a dream" -
    sein Traum vom Ende der Diskriminierung der schwarzen Bevölkerung mit der Wahl Barack Obamas zum ersten dunkelhäutigen Präsidenten im Jahre 2008 Wirklichkeit
    geworden ist . Luthers gewaltsamer Tod hat die Verwirklichung seines Traumes nicht aufhalten können , sie womöglich beschleunigt . Auch ich , auch wir Friedensradler ,
    träumen , das die unhaltbaren Zustände , wie sie im "heiligen" Land herrschen und die im Moment ebenso unveränderbar scheinen wie dies bei der Berliner Mauer , bei
    der Diskriminierung der Schwarzen in den Vereinigten Staaten unverrrück-,unüberbrückbar schien , beseitigt werden . Von allen Krisenherden unserer Welt ist hier das
    Weltkrisenzentrum , das alle nur möglichen Konfliktursachen in sich vereinigt : Unterschiedliche Religion , unterschiedliche Nation , unterschiedlicher Sozialstatus , Landknappheit , Wasserknappheit , Ölreichtum in den umliegenden Ländern . Mit großer Wahrscheinlichkeit liegt hier der Schlüssel für den Weltfrieden . Wir träumen
    von einer Verständigung der großen Weltreligionen in gegenseitiger Hochachtung und Liebe , kein ängstliches Fürchten um den jeweils eigenen Einfluss . Wir träumen aber auch vom Teilen der Güter dieser Welt , von einem weltweiten sozialen Netz , freilich ohne die Hängematte für Faulheit und wir träumen von selbstlosen , uneitlen Politikern und Managern , die langfristige Strategien für das Wohl Aller zu entwickeln imstande sind . Dies kann dann gelingen , wenn die ohnehin schon vorhandenen gegenseitigen
    Abhängigkeiten sich im unumkehrbaren Globalisierungsintegrationsprozess weiter vertiefen . Als schönes Beispiel mag dafür die wirtschaftliche Interdependenz zwischen
    den U.S.A und China gelten . Ich träume davon , dass die israelische und palästinensische Jugend gemeinsam zur Spitzhacke greift , um die Angst- und Schandmauern wieder niederzureissen . Ich habe die Vision , ich sehe sie vor mir, die palästinensische und die israelische Familie , die gemeinsam beim Brotbrechen im Kreis um einen Tisch sitzt , sauberes Wasser trinkend , einander umarmend und DEM dankend , der diesen Frieden ermöglicht hat . Einem Wort der Weisheit gemäß sind wir Menschen
    Engel mit nur einem Flügel . Um fliegen zu können , müssen wir uns daher umarmen . Freilich , kann man einen Menschen nichts lehren ,
    "aber man kann ihm helfen , es in sich selbst zu entdecken "(Galileo Galilei) .Diese Worte Galileis gelten nicht nur für den einzelnen Menschen ,sie gelten für Nationen ,
    ja sie gelten für die Menschheit insgesamt . Dem Getöse des Krieges , des Unfriedens , dem egoistischen Geplärre der missbrauchten Macht steht die Ruhe , die Stille vielleicht ein sanftes Rauschen , ein unaufhaltsames Fließen , ein langsames , aber stetes Wachsen des wirklich Großen , der ungestillten Sehnsucht des
    Menschen nach Frieden , nach zur Ruhe kommen , gegenüber . Je mehr sich die Menschenherzen davon berühren lassen ,umso mehr wird diese Kraft die Welt wahrhaftig
    regieren .


    Dieter


  • Über RELIGION und WISSENSCHAFTDatum16.11.2009 10:34
    Thema von Dieter im Forum Dieter's Tagebuch

    Über RELIGION und WISSENSCHAFT

    Existiert Gott ?

    Albert Einstein fragte Kardinal Faulhaber in München :
    " Was machen Sie , wenn ich Ihnen mathematisch beweisen kann ,
    dass Gott nicht existiert ? "
    Faulhaber entgegnete mit einem Lächeln :
    " Herr Professor , ich werde geduldig warten ,
    bis Sie Ihren Rechenfehler entdeckt haben .

    Anekdote

    Jeder dumme Junge kann einen Käfer zertreten ,
    aber alle Professoren der Welt können keinen herstellen .

    Arthur Schopenhauer


    Ich habe in meinem Leben viele kluge und gute Bücher gelesen .
    Aber ich habe in ihnen allen nichts gefunden ,
    was mein Herz so still und froh gemacht hätte,
    wie die vier Worte aus dem 23.Psalm :

    "Du bist bei mir ."

    Immanuel Kant


    Die Beschäftigung mit den Geheimnissen unseres Lebens , unserer Existenz ist sowohl der Religionen als auch der Wissenschaften letztendliche Aufgabe , deren Erklärung ( Religionen ) oder Entschleierung (Wissenschaft) oberstes Ziel. Kein Wunder also , wenn sich beide auf gleichem Terrain bewegend , ständig mehr oder weniger in die Haare geraten . Die Irrtümer beider sind Belege für die Unvollkommenheit des Menschlichen , etwa , wenn sich die Kirche , an die Erklärung wissenschaftlicher Phänomene heranwagt ( Stichwort Galileo Galilei ) oder im wissenschaftlichen Bereich Verstand (ratio) und Vernunft (intellectus) sich schon im
    Rahmen der Erkenntnistheorie heiß diskutierte "Matches " lieferten , es somit bereits an der wissenschaftlichen "Basis" "brodelte" , welche Werkzeuge wie einzusetzen sind , um unangreifbare Ergebnisse zu erzielen . Gerade die großartigen Leistungen Kants auf diesem Gebiet haben ihn nicht daran gehindert , auch die " andere Seite " seines Seins nicht nur wertzuschätzen , sondern in seiner Herzenstiefe sogar über seine wissenschaftliche Tätigkeit zu stellen , wie sich aus dem obigen Zitat ableiten läßt . Wenn es sich auch nicht ganz darauf reduzieren läßt,so ist es doch zu einem Teil der mitunter (scheinbar) auftretende Gegensatz zwischen Emotion,vielleicht besser Instinkt und Verstand bzw.Vernunft . Schließlich ist aber auch der Gebrauch des Verstandes und der Vernunft im kantschen Sinn zur Vertiefung des Glaubens kein
    Fehler . Der ständige Kampf der beiden "Kontrahenten" um eine vermeintliche Meinungsführerschaft mutet manchmal eifersüchtig , selbstherrlich , mitunter auch ängstlich und kleinmütig an . So erlebt der seit Darwins Zeiten , uralte Streit um die Entstehung des Menschen eine in ihrer Heftigkeit kaum erwartete Renaissance . Ich hatte schon
    in meiner Mittelschulzeit (in den 50iger Jahren ) kein Problem darin sehen können , wenn der Mensch etwas von dem wie entdeckt ,das zu seinem Sein geführt hat . Das
    schließt weder die Möglichkeit eines Plans , noch die Möglichkeit eines "Zufalls" aus . Ich persönlich halte es da mit einem Wort Albert Schweitzers :" Der Zufall ist das
    Pseudonym , das der liebe Gott wählt , wenn er inkognito bleiben will . Glauben wir wirklich den " Zufall " völlig durchschaut zu haben ? Aber auch Schopenhauer veranschaulicht uns deutlich an Hand eines Käfers,welch geistige Kraft er hinter dem Geschaffenen vermutet . Freilich wir können nur ahnen , vermuten ,aber nicht wissen.
    Aber auch so manchem Atomphysiker geht es nicht besser , wenn er etwa davon spricht , dass, sobald sich ein Vorhang der Erkenntnis auftut , dahinter der nächste
    herabgelassene Vorhang wartet . Wenn es Gott gibt und ER von uns Menschen vor allem den Glauben an IHN wünscht , dann werden wir auch
    diese letzten Rätsel um SEIN Sein oder Nichtsein bis zum Ende unserer Spezies nicht wirklich lösen können . Dazu fällt mir ein Wort von Erich Fried ein : " Zweifle nicht
    an dem , der dir sagt , er hat Angst , aber hab Angst vor dem , der dir sagt , er kenne keine Zweifel . Sicher ist es das Thema unserer Existenz und daher sehr ernst zu
    nehmen . Das sollte uns aber nicht daran hindern mit ein wenig Gelassenheit , ja mit einem Quäntchen Humor den Dauerkonflikt zwischen Religion und Wissenschaft zu
    verfolgen , etwa im Sinne des geduldig abwartenden Bischofs Faulhaber .


    Dieter


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