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 Dieter's Tagebuch
Dieter Offline



Beiträge: 181

15.04.2009 00:26
2.Reisetag-Sopron-Plattensee antworten

Es kann kein Verrat an der eigenen Religion sein-eher ein ihr zugrundeliegendes Gebot- den Menschen anderer Religionen in Liebe und
Hochachtung zu begegnen.(ausnahmsweise kein Fremdzitat)

Für die Statistik:136km,reine Fahrzeit 6h8min,Durchschnitt 22,16km/h.
455 Höhenmeter.
Angesichts der großen Kilometeranzahl haben wir einen frühen Abfahrtstermin vereinbart(7h30),der auch von allen pünktlichst
eingehalten wurde.Eine disziplinierte Truppe.Gegen 6h stand ich auf.Durch meine Schreibarbeit war es eine ziemlich kurze Nacht.in einer Bäckerei in der Nähe gab es köstlichen Espresso mit ebensolchen
Mehlspeisen.So gestärkt fuhren wir,getrieben von einem sanften Rückenwind,der uns die ganze Strecke lang treu blieb in die anfangs
noch kühle Morgenluft.Doch bald hatten wir wieder das herrlichste
Radlerwetter.Knapp vor Savar stieß auch Sepp unser Routenplaner zu unserer Gruppe.Dort haben wir uns eine Kafffeepause gegönnt,die durch
ein wunderbares Glockenspiel mit bekannt romantischen Melodien ein wenig Sentimentalität bei mir aufkommen ließ.Der treue Rückenwind ließ es zu,dass wir reichlich entspannt unsere Blicke nicht nur gebannt
auf die Straße,sondern auch links und rechts in die Weite der pannonischen Tiefebene verlieren konnten.Saftigstes Aprilgrün mischte
sich mit den noch zarten gelben Farbtupfern der beginnenden Rapsblüte.
Und das über weithin sichtbare riesige Flächen,ab und zu unterbrochen
von der fernen Silhouette von Kirchtürmen.Kirsch und Apfelblüten,Magnolien und,und ,und.Ein Maler müßte man sein.Die Weite
des Landes ließ manche von uns zu Poeten werden.Hans sah das Tiefland
unter dem weiten Himmelsbogen:da wo der Himmel die Erde küßt.Ich wünschte mir, dass der weite Horizont auch unseren Horizont erweitern möge.Mit solchen und ähnlichen Gedanken spulten wir Km um Km ab,bis uns etwa bei Km 100 der große Hunger zu quälen begann.Wir konnten
schließlich dank Ernst-unserem Sanichauffeur ein wunderbar gelegenes
Restaurant erobern.Dicke Schilfdächer,Lauben und nicht ganz unwichtig
eine dicke Speisekarte- und was das Wichtigste war-deren Inhalt auch das hielt was er versprach.Danke Joschi,Hans,Gerhard und die anderen
Tischnachbarn über die angeregten Gespräche,die wir über die wohl
wesentlichsten Dinge des Lebens dort geführt haben.Das ließ uns fast
ein heranrückendes Gewitter ubersehen,das wir jedoch bis zu unserem
heutigen Ziel glimpflich überstanden.
Ein Gang zum Plattensee,sowie die Einkehr in einem nahegelegenen
Restaurant beendete den Tag.Eines noch:scheinbar hab ich dazugelernt,denn ich wurde heute für die Gleichmäßigkeit meiner
Radlerei am Tete des Trosses mehrfach gelobt.Ein harmonischer Tag,auch unter Friedensradlern wohl nicht selbstverständlich.

Zurück zu meinem Anfangszitat:Mit einer solchen Einstellung müßten sich doch Brücken bauen lassen,denn Glaube ohne Liebe ist Fanatismus(leider nicht von mir).Fanatismus und ängstliche Besorgtheit um den
jeweils eigenen Einflußbereich sind wohl die großen Feinde der Völkerverständigung.
In diesem Sinne

Dieter

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