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 Dieter's Tagebuch
Dieter Offline



Beiträge: 181

13.04.2009 23:56
Fortsetzung 1.Tag antworten

Ein notwendiger Ortswechsel hat leider meinen Schreibfluß unterbrochen.Ich will aber unbedingt meinem Vorsatz auch unter erschwerten Bedingungen treu bleiben und auf den heutigen Tag noch
einmal zurückblicken.
Zunächst habe ich Kardinal König nicht ganz richtig zitiert.
Seine Worte lauteten:Die katholische Kirche lehnt nichts von dem ab,was in anderen Kirchen wahr und heilig ist.
Darauf komme ich nach der Schilderung des Reiseablaufs im Sinne des interreligiösen Trialogs jedenfalls noch zurück.

Der Start vom Wiener Rathaus war so glaube ich für uns alle mit großen
Emotionen verbunden.Abschied von der Familie,von lieben Freunden,die
es sich nicht nehmen ließen,unserem Start mit bestimmtem Ziel,aber ungewissem Ausgang mitzuverfolgen.Wir wissen,dass unser ganzes Leben
ein immerwährendes Abschiednehmen ist und nichts festgehalten werden
kann,aber gewöhnen an diese Vorstellung kann ich mich ganz und gar nicht.
Nach dem der Trennungsschmerz ein wenig abgeschüttelt war,ging es von unzähligen Ampeln behindert,den Donaukanal entlang über Schwechat ins
Brgenland.Das Prachtradelwetter wurde nur wenig,aber doch durch einen kleinen,aber unfeinen Gegenwind getrübt.Leider habe ich mich einmal
verleiten lassen die Truppe anzuführen,wohl in der lauteren Absicht,
dem Gegenwind im Dienste der Mitradler ein Schnippchen zu schlagen.Naiv
dachte ich,dass das Wichtigste ein gleichmäßiges Tempo wäre,das ich auch unter verschärften Bedingungen(stärkerer Gegenwind,Steigungen)
glaubte garantieren zu müssen,bis schließlich hinter mir gähnende Leere entstand.Das war sicher nicht im Sinne des Erfinders.Aber vielleicht,liebe Mitradler lerne ich das noch.Eine wichtige Erkenntnis
war aber,dass die Gruppe auf jene Radler mehr Rücksicht nehmen muss,die
aus welchem Grund auch immer,ein langsameres Tempo bevorzugen,damit
unsere Friedensradfahrt für alle zu einem schönen Erlebnis wird.
In Purbach wurden wir zur Mittagszeit vom Bürgermeister im Freizeitgelände mit deftigen belegten Broten und Getränken gelabt.Seine Hände dabei im Spiel hatte Dr.Gstettner,der uns sodann
als Ortskundiger nicht nur auf dem kürzesten Weg nach Sopron dirigierte
sondern auch an der Stelle,an der der eiserne Vorhang,das erste Mal
(Dr.Mock)durchschnitten wurde einen aufschlussreichen historischen Vortrag hielt.Nach kurzem Suchen und einer Jausenpause war unsere
Beherbergungsstätte gefunden.Es folgte ein Duschfest,sowie ein gutes
Abendessen mit wunderbaren Gesprächen.Walter,Hans und Heinz ich danke euch für den äußerst anregenden Abend.Schließlich gelang mir eine
Videogesprächsverbindung mit Mödling.Schon fantastisch,die Technik,die einem erlaubt,ein Stück Heimat herbeizuzaubern.Nun lieg ich im Finstern,nur das Licht des PCs vor mir,meine Zimmerkollegen schlummern
in ihrem verdienten Schlaf.
Über die großartigen,brückenbauenden Worte Kardinal Königs meditierend werde auch ich mich zur Ruhe begeben

Dieter


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