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 Dieter's Tagebuch 2014
Dieter Offline



Beiträge: 181

21.07.2014 00:20
Von Wiener Parlament nach Kleinmariazell antworten

Wähle den Weg
über die Bäche und stürze
dich nicht gleich ins Meer!
Man muss durch das Leichte
zum Schwierigen gelangen.

Thomas von Aquin

Für die Statistik; ca.75km,Fahrzeit ca.6 Stunden
Letzte hektische Aktivitäten. Wir wollen vor und nach dem Schweigekreis vorm Parlament
auch einen musikalischen Rahmen. Was lag näher als, dass Benny, der schon im Parlament
auf dem Klavier spielte, auch vor dem Parlament sich musikalisch für unser Friedensprogramm
einsetzt. Woher Strom nehmen für sein Keyboard? Dank Silvias Vermittlung konnten wir noch
knapp vor dem geplanten Auftritt Bennys einen Generator auftreiben.
Jean Goss'Witwe Hildegard hält eine berührende und beeindruckende Rede.Dem Schweigekreis schließt
sich auch der eine oder andere Passant und Passantin an.Sonntag vormittag bei großer Julihitze
sind nur Wenige unterwegs. Eingeladene Politiker, auch Vertreter von ökomenischen Stellen erscheinen
nicht, schicken nicht einmal eine Absage.
Ist der Frieden und die Gewaltfreiheit kein Thema? Wissen wie überhaupt nicht mehr zu schätzen, Frieden
in unsrem Land zu haben, wo es doch um uns herum lichterloh brennt.Geben wir uns mit Gerede um Steuerreform
Gendereien und sonstigen meist Oberflächlichem zufrieden?
Berührt durch Wohlstand hart gesottene Bürger nur mehr das eigene Geldbörsel? Sind Syrien- GazaOpfer, um nur wenige zu nennen,für den Wohlstandsbürger in eine Art gleichgültige Cyberfantasie abgeglitten? Glauben also nicht einmal mehr Politiker mit Friedensthemen Stimmen zu lukrieren?
Wir aber meinen, dass das Eintreten für Frieden und Gewaltlosigkeit in einer Welt ständig zunehmender Brutalität nicht nur nichts von seiner Aktualität verloren hat, sondern notwendiger denn je ist.Ganz im Gegenteil erinnert die heutige Weltlage fatal an die Zeit vor Ausbruch der beiden Weltkriege.
Das Wetter entspricht zunächst so gar nicht meinen trüben Gedanken. Doch allmählich wird aus dem Schönwetter unerträgliche Hitze, einer unsere Radler muss für heute aufgeben und fährt im Begleitfahrzeug mit. Starker Gegen- und Seitenwind erschwert unser Vorankommen. Schon in Gumtramsdorf kehren wir mehr durstig als hungrig zu einer ausgedehnten späten Mittagspause ein. In Traiskirchen erzählt Leo als Einheimischer etwas über seine Sicht der katastrophalen Zustände der Flüchtlingsbetreuung im mehr als 30jährigen Dauerprovisorium.
Unser Halt in Hirtenberg ist dann dem Gedenken an jene Munitionsfabrik gewidmet,die in der Zeit des Nationalsozialismus Hauptmunitionslieferant für die "Mauser" der deutschen Wehrmacht war.
Dann eine wunderschöne Fahrt,schon bei Abendkühle, auf den Triestingtaler Radwegen.Das Abendessen genießen wir regengeschützt im Freien bei Gewitter.
Der ORF 1 interviewt einige von uns. Die Sendung wird vermutlich nächsten Sonntag,7h bis 8h in "Erfüllte Zeit"
ausgestrahlt.
Den heutigen Tag überdenkend, bin ich mir nicht ganz im Klaren, ob ich bei der Planung,im Sinne Thomas' von Aquin,
noch den Weg über die Bäche gegangen bin oder mich doch schon ein bisschen zu viel ins Meer gestürzt habe.
meint euer
dieter

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