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 Dieter's Tagebuch 2013
Dieter Offline



Beiträge: 181

30.08.2013 23:38
Von Hermagor nach Thal/Aue antworten

Für die Statistik: 76,0 Km, 720Hm, Reine Fahrzeit: 4h 32min

Wer an der Schöpfung
Freude hat,
der ist dem Schöpfer
dankbar

Luis Trenker

Ein zweiter Sonnentag. Herrliche , leicht herbstlich, würzige Morgenluft. Wir gedenken Martin Luther Kings Bahn brechender Rede vor knapp mehr als 50 Jahren: „I have a dream …“, mit der er das Bewusstsein der Welt verändern sollte, freilich ohne das selbst noch zu erleben. Dann beginnt eine weitere Genussfahrt, zunächst entlang der Gail. Josef, unser Biobauer, klärte mich dabei über den hier häufig angebauten Mais auf, z. B. dass er nach unterschiedlichen Reifegraden je nach Lage und Klimazone angebaut wird. Allmählich rücken wieder mehr Berge heran. Gerade als ich darüber abstimmen lassen will, ob wir eine Kaffeepause machen sollen, bemerke ich im Vorderrad einen Reifenschaden. Damit ergab sich zwangsläufig eine Pause. Ich wechsele den Schlauch und wir nehmen den Anstieg auf den Gailberg in Angriff. Oben angekommen stehen Liegestühle zu unserer Entspannung
nebst einem guten Imbiss bereit. Nach der Kälte der Regentage genießen wir die Wärme nun
doppelt.An der Sonne vorbei haben sich einige Verteter der karnischen Berge zur Bewunderung aufgestellt, die man ihnen zu Recht zollen kann. Wir rollen ins Drautal und auf einen Radweg, der nahezu ausschließlich immer entlang der Drau bis nach Lienz verläuft.
Zur Linken erheben sich nun die Kalkstöcke der Lienzer Dolomiten mitunter wie eine Mauer,
an deren Rand sich die Drau ihren Weg sucht. Zur Rechten das gewaltige Massiv der Kreuzeckgruppe. Es ist alles etwas wuchtiger als im Gailtal, aber auf eine andere Weise von
einer beeindruckenden Schönheit. Dieser Eindruck steigert sich noch, als wir nach einer Kaffeepause in Lienz in das Pustatal einbiegen. Alles wir eng und schmal, eine Klamm, das hier stark rauschende Wasser der Drau umspült Felsen. Ein Erdrutsch gewaltigen Ausmaßes zwingt uns zu einen Umweg . Wir erreichen trotzdem unser Ziel etwa zur geplanten Zeit. In der Abendsonne lässt es sich eine besonders hohe Kalkspitze nicht nehmen, uns zur Bewunderung aufzufordern.
Beim Abendessen habe ich für Gerhard eine Überraschung vorbereitet. Nach dem Essen
im abgedunkelten Raum wird eine Torte zu seinem 66iger serviert. Alles Gute, Gerhard, noch einmal zu deinem heutigen Ehrentag.
Im Bett habe ich die Bilder der gewaltigen Berge, das Rauschen der Drau, die Mauern der Klamm und die warmen Strahlen der Sonne vor mir. Was für ein Geschenk unser Leben, unser Teilhaben an der Schöpfung ist.
dieter

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