An menem Trekkingrad baumelt heute ein dürrer Stängel, der Rest eines Olivenzweiges, den mir ein Palästinenser in die Hand drückte. Was ist von unserer Friedensradfahrt geblieben? Im Rückblick wurde sie zur Radfahrt meines Lebens. Je länger ich radelte, umso weniger gelang es mir, bloß Beobachter, als auf Distanz, zu bleiben. Unrecht, Gewalt, Gräuel hatten plötzich ein Gesicht. Hinter jedem Namen steht eine ganz persönliche Geschichte. Ich fühlte mich mit meiner Erfahrung allein gelassen. Ein Jahr nach der Reise fing ich an, die Gedanken, Momente, Geschichten, Begegnungen, die ich unterwegs notierte, in einem Buch niederzuschreiben und zu bebildern. Was ich schlussendlich aus der Erfahrung dieser vierzig Tage gelernt habe?