Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 0 Antworten
und wurde 646 mal aufgerufen
 Politische Diskussion
buwal ( gelöscht )
Beiträge:

19.03.2011 11:16
AMOS Preis 2011 für Palästinenserin Sumaya Farhat-Naser und den Israeli Reuven Moskovitz antworten

Am 20. März 2011 von 12 bis 14 Uhr wird in der Erlöserkirche in Stuttgart der AMOS - Preis der Offenen Kirche Württemberg an die Palästinenserin Sumaya Farhat-Naser und den Israeli Reuven Moskovitz verliehen und zwar für "die Wege zu Frieden im Nahostkonflikt", die beiden Persönlichkeiten aufgezeigt haben. Die Laudatio für die Preisträger wird von Felicia Langer gehalten.

Ein palästinensisch-jüdisch-deutscher Vorschlag wird bei der 6. Verleihung des AMOS - Preises für Zivilcourage in Kirchen, Religionen und Gesellschaft zum Zuge kommen: Die Palästinenserin Sumaya Farhat-Naser, Bir-Zait, und der Israeli Reuven Moskovitz, Jerusalem, werden am 20. März 2011 in der Erlöserkirche in Stuttgart mit dem mit 5000 Euro dotierten und von einer Stiftung getragenen Preis ausgezeichnet werden.

Die 62jährige Sumaya Farhat–Naser sowie der 82jährige Reuven Moskovitz stehen Nahost-Konflikt „beispielhaft, gewaltfrei und prophetisch für Gerechtigkeit und Versöhnung“, so die Jury mit Vertretern aus Kirchen, Politik und Medien in ihrer Begründung.

Sumaya Farhat-Naser ist auch in Österreich sehr bekannt. Sie leitete das palästinensische „Jerusalem Center for Women" sowie das Rehabilitationszentrum der Herrnhuter Brüdergemeine für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen auf dem Sternberg bei Ramallah. Sie tritt mit Büchern („Thymian und Steine" (1995/2005), „Verwurzelt im Land der Olivenbäume" (2002), „Disteln im Weinberg" (2008) und Vorträgen gerade auch in Deutschland (und auch in Österreich) für die politische Aussöhnung von Palästinensern und Juden ein. Ausgezeichnet werden soll, so die Jury, ihre „nach wie vor vorbildliche Friedensarbeit auf zwischenmenschlicher Ebene."

Reuven Moskovitz war Mitbegründer der Siedlung "Neve Shalom / Wahat al Salam", in der israelische Juden und Palästinenser zusammenleben. Er organisierte Studienreisen durch Israel, mit denen er sich sowohl um die jüdisch-palästinensische Aussöhnung wie auch um die deutsch-israelische Aussöhnung bemühte. Er initiierte das Projekt „Versöhnungsräume und Versöhnungswege" in Neve Sahlom/Wahat al Salam. Er engagierte sich immer wieder bei besonderen Anlässen wie zum Beispiel beim Hungerstreik von Firas Maraghy vor der israelischen Botschaft in Berlin (August 2010) sowie für ein Schiff der „European Jews for Just Peace" gegen die Blockade von Gaza (September 2010). Vorbildlich, so die Jury, sei Moskovitz darin, „Wege zu suchen und zu gehen, um Feinde zu Freunden zu machen."

Die beiden Persönlichkeiten werden im Rahmen eines feierlichen Festaktes am Sonntag "Reminiscere" (20. März 2011) in der Erlöserkirche in Stuttgart ausgezeichnet.
Quelle: Das Palästina Portal und OFFENE KIRCHE Württemberg

 Sprung  
Xobor Erstelle ein eigenes Forum mit Xobor