"Situative Winterreifenpflicht", die gibt es in Katmandu nicht. Dort funktioniert auch der Verkehr, fast so als wär'n die Straßen leer, obwohl sie dicht bevölkert sind; von Rikschafahrern, manchem Kind, von Taxis,Bussen, friedlich Hunden und niemand schlägt dem Andern Wunden, oder deutet auf die Stirn. Denn jeder schaltet's eig'ne Hirn für's Leben ein, auch für die Straßen, ist g'scheit genug sich anzupassen. Dort gibt es keine Straßenzeichen. Das eig'ne Hirn kann durchaus reichen zur Regelung des eig'nen Lebens. Man sucht nach Regeln dort vergebens, die vom Staat diktiert und scließlich zur Entmünd'gung führt. In Wien, dass etwa ähnlich groß, entspringt dem Bürokratenschoß lawinengleiche Zahl von Regeln. Da gibt es Regeln auch für Regeln, doch der Straßen Schilderwald lässt doch langsam Jeden kalt; ist nicht mehr zu überschauen. D'rum verliert man das Vertrauen in der Regeln Sinn. "Doch, wo kämen wir da hin", sagen Bürokratenlaffen, "diese Regeln abzuschaffen"?! Doch sollten wir nicht wieder lernen, Herz und Hirn in uns'rem Leben als uns'ren Kompass einzusetzen? Und nicht von Schild zu Schild zu hetzen. Könnten den Schilderwald entfernen, uns selbstbestimmtes Leben geben.