Überrascht dich nicht,dass du es hast: Dein eig'nes ICH. Lebst doch damit, es ist ein "must" seit deiner Geburten Zeit. Freundest dich an mit mir und mich; so die Natur macht dich bereit, den Lebensboden zu betreten. Das ICH kann leiden und auch hassen. Das ICH lernt bitten und auch beten und lieben - es ist kaum zu fassen. Doch wer steckt hinter diesem ICH, das wir sind und das wir haben; das uns auch hat, oft hinderlich; dem keiner kann entrinnen. Es zu verlieren ist kein gewinnen: Sind doch in ihm all uns're Gaben. Wo liegt des ICHbewusstseins Sinn? Ist's einem Tropfen Wasser gleich, den es wohl gibt, der doch vergeht, meist nur für kurze Zeit besteht? Erst sein Vergehen bringt Gewinn: Verschwindet er im Tropfenreich, vereint im Meer, im Dunst, hat ICH zu ICH gefunden. So wie die Zelle braucht die Zelle. Dem Größ'ren dienen heißt die G(K)unst! Jedes ICH mit seinen Gaben für Ewigkeiten, nicht Sekunden! Finden wir so zur Lebensquelle und können uns dort laben? Wenn dem so ist, die Folg'rung bliebe: Es kann in d i e s e m Leben nur eine wicht'ge Übung geben! Diese heißt: die Nächstenliebe.
Das ICH braucht das DU, um sich selbst zu entrinnen. Was meint ihr?
Lieber Martin, Wenn man auch manchmal aus seiner Haut fahren möchte. Gemeint ist damit: die Auseinandersetzung mit der eigenen Persönlichkeit, den Sinnfragen des Lebens bleibt keinem erspart. Wenn dem auch so mancher sich nicht stellen und auf die verschiedenste Weise davor flüchten, eben dem entrinnen will.(Verdrängung, verschiedenste Formen von Sucht,etc) Die Frage bleibt: Käme man mit dem ICH zurecht, wenn man der einzige Mensch auf Erden wäre ? Am Wunder und auch Rätsel der eigenen Existenz kommt man nicht vorbei - dieses unfassbare Geschenk des Lebens. Ohne ICH gäbe es ja auch das DU, das andere ICH nicht. Wohin und wie sollte sich die Freude über die eigene Existenz(das eigene ICH)sonst mitteilen. Vielleicht war das auch der tiefere Sinn der Schöpfung. Liebe Grüße Dieter