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 Dieter's Tagebuch
Dieter Offline



Beiträge: 181

16.11.2009 10:34
Über RELIGION und WISSENSCHAFT antworten

Über RELIGION und WISSENSCHAFT

Existiert Gott ?

Albert Einstein fragte Kardinal Faulhaber in München :
" Was machen Sie , wenn ich Ihnen mathematisch beweisen kann ,
dass Gott nicht existiert ? "
Faulhaber entgegnete mit einem Lächeln :
" Herr Professor , ich werde geduldig warten ,
bis Sie Ihren Rechenfehler entdeckt haben .

Anekdote

Jeder dumme Junge kann einen Käfer zertreten ,
aber alle Professoren der Welt können keinen herstellen .

Arthur Schopenhauer


Ich habe in meinem Leben viele kluge und gute Bücher gelesen .
Aber ich habe in ihnen allen nichts gefunden ,
was mein Herz so still und froh gemacht hätte,
wie die vier Worte aus dem 23.Psalm :

"Du bist bei mir ."

Immanuel Kant


Die Beschäftigung mit den Geheimnissen unseres Lebens , unserer Existenz ist sowohl der Religionen als auch der Wissenschaften letztendliche Aufgabe , deren Erklärung ( Religionen ) oder Entschleierung (Wissenschaft) oberstes Ziel. Kein Wunder also , wenn sich beide auf gleichem Terrain bewegend , ständig mehr oder weniger in die Haare geraten . Die Irrtümer beider sind Belege für die Unvollkommenheit des Menschlichen , etwa , wenn sich die Kirche , an die Erklärung wissenschaftlicher Phänomene heranwagt ( Stichwort Galileo Galilei ) oder im wissenschaftlichen Bereich Verstand (ratio) und Vernunft (intellectus) sich schon im
Rahmen der Erkenntnistheorie heiß diskutierte "Matches " lieferten , es somit bereits an der wissenschaftlichen "Basis" "brodelte" , welche Werkzeuge wie einzusetzen sind , um unangreifbare Ergebnisse zu erzielen . Gerade die großartigen Leistungen Kants auf diesem Gebiet haben ihn nicht daran gehindert , auch die " andere Seite " seines Seins nicht nur wertzuschätzen , sondern in seiner Herzenstiefe sogar über seine wissenschaftliche Tätigkeit zu stellen , wie sich aus dem obigen Zitat ableiten läßt . Wenn es sich auch nicht ganz darauf reduzieren läßt,so ist es doch zu einem Teil der mitunter (scheinbar) auftretende Gegensatz zwischen Emotion,vielleicht besser Instinkt und Verstand bzw.Vernunft . Schließlich ist aber auch der Gebrauch des Verstandes und der Vernunft im kantschen Sinn zur Vertiefung des Glaubens kein
Fehler . Der ständige Kampf der beiden "Kontrahenten" um eine vermeintliche Meinungsführerschaft mutet manchmal eifersüchtig , selbstherrlich , mitunter auch ängstlich und kleinmütig an . So erlebt der seit Darwins Zeiten , uralte Streit um die Entstehung des Menschen eine in ihrer Heftigkeit kaum erwartete Renaissance . Ich hatte schon
in meiner Mittelschulzeit (in den 50iger Jahren ) kein Problem darin sehen können , wenn der Mensch etwas von dem wie entdeckt ,das zu seinem Sein geführt hat . Das
schließt weder die Möglichkeit eines Plans , noch die Möglichkeit eines "Zufalls" aus . Ich persönlich halte es da mit einem Wort Albert Schweitzers :" Der Zufall ist das
Pseudonym , das der liebe Gott wählt , wenn er inkognito bleiben will . Glauben wir wirklich den " Zufall " völlig durchschaut zu haben ? Aber auch Schopenhauer veranschaulicht uns deutlich an Hand eines Käfers,welch geistige Kraft er hinter dem Geschaffenen vermutet . Freilich wir können nur ahnen , vermuten ,aber nicht wissen.
Aber auch so manchem Atomphysiker geht es nicht besser , wenn er etwa davon spricht , dass, sobald sich ein Vorhang der Erkenntnis auftut , dahinter der nächste
herabgelassene Vorhang wartet . Wenn es Gott gibt und ER von uns Menschen vor allem den Glauben an IHN wünscht , dann werden wir auch
diese letzten Rätsel um SEIN Sein oder Nichtsein bis zum Ende unserer Spezies nicht wirklich lösen können . Dazu fällt mir ein Wort von Erich Fried ein : " Zweifle nicht
an dem , der dir sagt , er hat Angst , aber hab Angst vor dem , der dir sagt , er kenne keine Zweifel . Sicher ist es das Thema unserer Existenz und daher sehr ernst zu
nehmen . Das sollte uns aber nicht daran hindern mit ein wenig Gelassenheit , ja mit einem Quäntchen Humor den Dauerkonflikt zwischen Religion und Wissenschaft zu
verfolgen , etwa im Sinne des geduldig abwartenden Bischofs Faulhaber .


Dieter


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