Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 0 Antworten
und wurde 568 mal aufgerufen
 Dieter's Tagebuch
Dieter Offline



Beiträge: 181

27.09.2009 19:34
DAS PROBERADELN antworten

Das Proberadeln (im Wienerwald)

Jeder ist berufen
etwas in der Welt
zur Vollendung zu bringen.

Martin Buber

Für die Statistik:
Rund 100km , geschätzte 900 Höhenmeter


Am Samstag ,den 4.4.2009 , einem strahlend blauen Frühlingstag , trafen wir uns beim Bahnhof Wien-Liesing zu unserer ersten gemeinsamen Radfahrt.Laue
Frühlingsluft umfing uns als wir um 10Uhr Richtung Mödling starteten.Unser erstes Ziel war die Firma Weintritt in Baden,unser Sponsor , der uns dankenswerterweise kostenlos ein adäquates Begleitfahrzeug für unser Gepäck,aber auch für allfällige indisponierte Radler zur Verfügung stellte.Dieser komfortablen Lösung unseres Begleitfahrzeugproblems war eine hektische,teilweise sehr emotional geführte Debatte vorausgegangen.Nach dem Scheitern der Begleitung durch
ein Sanitätsfahrzeug(damit wären wir zwar medizinisch optimal versorgt gewesen,doch war damit das Problem des Gepäcktransports nicht gelöst)gab es die
unterschiedlichsten Vorstellungen der Mitradler:Von ,"wir reduzieren unser Gepäck auf ein Minimum"(was bei einer Reise für 40 Tage durch unterschiedliche Wetter-und Klimabedingungen gar nicht so einfach zu lösen ist) " und schleppen alles per Fahrrad " bis zu " ein Gepäcksfahrzeug zusätzlich zum Sanitätsauto wäre
passend " knisterte es durch unseren "Emailwald".Für etwa 20 Personen doch ein etwas üppiger Aufwand,der die Grundidee des Friedensradelns ein wenig kontrastiert hätte.Nun hatten wir den,so glaube ich , idealen Mittelweg gefunden.Ein Fahrzeug,das neben unserem Gepäck auch noch einige Räder für Notfälle
aufnehmen konnte und drei Sitzplätze,so dass neben dem Chauffeur noch Platz für in Bedrängnis geratene Radler vorhanden war.Zu unserem Glück fand sich
auch noch ,nachdem uns ein nach seiner eigenen Darstellung für uns ideal qualifizierter Arzt ziemlich kurzfristig abgesagt hatte,ein beherzter Sanitäter des Arbeiter-
samariterbundes , Ernst Angerer,(sehr bald liebevoll von allen Ernstl genannt)der das sicherlich nicht unbeträchtliche Risiko auf sich nahm, für diesen verrückten Radlerhaufen sowohl als Chauffeur als auch als Sanitäter zu fungieren.In Baden angekommen , machten wir erstmals Bekanntschaft mit unserem Begleitfahrzeug.
Dank Herrn Weintritt und Joschi prangte stilgerecht unser Friedenslogo auf allen vier Wagenseiten.Herr Weintritt begrüßte uns persönlich .So hatten wir Gelegenheit
uns für seine großzügige Unterstützung zu bedanken.Nach dem das Ganze auch fotografisch mehrfach festgehalten wurde, setzten wir unsere Fahrt über Bad Vöslau,
Schwarzsee,Mayerling nach Alland fort.Hier gab es das erste gemeinsame Mittagessen dank des schönen Wetters in einem Gastgarten.Der weitere Weg führte uns
über Klausenleopoldsdorf ,Schusternatzl ,Wöglerin ,Kaltenleutgeben ,Liesing nach Alterlaa,wohin uns das "Edel(um nicht zu sagen Profi-)radfahrerehepaar" Dr.Handler(beide sind Mitglied des Radklubs Mödling),das auch die Proberadtour zusammengestellt hatte,zu sich nach Hause zu einem gemütlichen Abschluß
des Proberadelns in ihren westsonnigen Garten einlud.Ich staunte nicht schlecht über Art und Umfang der Radlerausrüstung,die den beiden zur Verfügung steht.
Die so vorgeführte Radbegeisterung übertrug sich auf mich und ließ-umso mehr als auch die wesentlichen organisatorischen Probleme geklärt waren , die Vorfreude auf das kommende Radabenteuer rasch wachsen.Joschi verteilte die auf seine Initiative hin entwickelten Logoleibchen.Ich zog meines über und radelte,glücklich die
Generalprobe gut überstanden zu haben,nach Hause(Mödling).Dabei fallen mir die Worte Martin Bubers ein,dessen tragender Einfluß uns auf unserer Friedensinitiative , ganz besonders Martin,weiterhin begleiten sollte.Sein Einsatz für den Frieden im arabisch-israelischen Konflikt ist uns Beispiel und Auftrag zugleich.Das aus dem heutigen Proberadeln eine abgeschlossene Friedensradfahrt mit der Ankunft in Jerusalem und somit in gewisser Weise eine Art von Vollendung im Sinne Bubers werden möge, davon träume ich mich heute in den Schlaf hinein.


Dieter



 Sprung  
Xobor Erstelle ein eigenes Forum mit Xobor