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 Dieter's Tagebuch
Dieter Offline



Beiträge: 181

27.09.2009 19:28
DAS DRITTE TREFFEN antworten

Das dritte Treffen


Für das Können gibt es nur einen Beweis: das Tun.

Marie von Ebner-Eschenbach



Unser drittes Vorbereitungstreffen fand im-der Name ist unserem Betreiben angemessen-Weltkaffee im 9.Wiener Bezirk statt.In einer hinteren Raumhälfte ließen wir
uns auf niederem Couchgestühl in einem großem Kreis nieder und hatten so einander alle im Blickfeld.Dies war nicht unwichtig,denn mittlerweile hatte sich die ursprünglich interessierte Teilnehmergruppe stark verändert.Eine neue Vorstellungsrunde war erforderlich.Etliche Teilnehmer kannte ich nur von Wortmeldungen
aus der von Martin sehr bald nach unserem ersten Treffen geschaffenen Internetplattform.So war Walter aus Vorarlberg extra für dieses Treffen angereist.Ein großer Lärmpegel erschwerte unsere Kommunikation.Das Lokal
wird hauptsächlich von Jugendlichen,von Studenten frequentiert.Beim Anblick dieser jungen fröhlichen Menschen kamen mir die Erinnerungen an meine eigene
Studentenzeit hoch,an das aufregende Spiel mit den Möglichkeiten sein Leben nun selbst zu gestalten,an die Aufbruchstimmung,die mich damals erfasste und die
nun zweifach wiederkehrte;als Erinnerung beim Anblick der Jungen und beim Gedanken an das bevorstehende Abenteuer.Trotz oder gerade wegen der erschwerten
Kommunikation war ein deutliches erstes Zusammenrücken der Gruppe spürbar.Wir gaben unsere Pässe zur Einreichung der notwendigen Visa ab.Martin und Sepp
hatten ganze Arbeit geleistet:Wir erhielten eine großartig zusammengestellte Mappe mit der detaillierten Reisebeschreibung.Martin übernahm zudem noch die Organisation der Flugtickets.Joschi stellte uns das von ihm ins Leben gerufene Logo vor,das sich ,wie die weitere Folge zeigte,als sehr wichtig für unser
einheitliches Auftreten nach außen hin bewähren sollte.Das Wort Frieden in den Sprachen all jener Länder,durch die uns unsere Reise führen soll.Die einzelnen Schriftzüge sind wie der Zeiger einer Uhr angeordnet und werden von den Farben der Fahnen dieser Länder umrundet.Werner hatte Kontakte zum Arbeitersamariterbund genutzt.Drei seiner Sanitäter mischten sich mit ihrer orangefarbigen Berufskleidung in unser Alltagsgrau.Wir bekamen von ihnen wertvolle Hinweise zu Gesundheitsfragen.Es war geplant,vom Samariterbund einen Bus,der sodann als Entwicklungshilfe in Nahost verbleiben sollte,sowie einen Fahrer und einen Sanitäter zur Verfügung zu stellen. Dem Vorstand der hilfsbereiten Samariter kamen nicht zu Unrecht letztendlich jedoch Bedenken,da trotz längerem Bemühen kein Abnehmer für den Ambulanzwagen bei den Palästinensern gefunden werden konnte ,sodass dieser Plan schließlich scheitern sollte. Für 4.April vereinbarten wir ein "Proberadeln",eine Art Generalprobe,um zu testen,ob unser gemeinsames Tun noch irgendwelche Probleme aufzeigen könnte.Mit einem Kribbeln im Bauch,nicht unähnlich dem bei einem ersten Rendez-vous(das Wort date ist für mich kaum bauchkribbelnd)verließ
ich mit dem Gedanken schon ganz bei der Abreise unser Treffen.Aus dem Wollen war Können geworden,als Beweis des Könnens im Sinne Ebner -Eschenbachs
wie die vielfältigen geschilderten Aktivitäten zeigen, das Tun.


Dieter

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