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 Dieter's Tagebuch
Dieter Offline



Beiträge: 181

27.09.2009 19:09
GRENZGEHEN (-RADFAHREN) für den FRIEDEN antworten



G r e n z g e h e n( - r a d f a h r e n) für den F r i e d e n .



Wie alles begann

Man entdeckt keine neuen Weltteile,
ohne den Mut zu haben,
alte Küsten aus den Augen zu verlieren.

Andre Gide


Es muss wohl in den Herbsttagen des Jahres 2008 gewesen sein,als ich in der NÖN einen Bericht über einen Sonderling las,der die verrückte Idee hatte um des Friedens willen,insbesondere des Friedens zwischen den monotheistischen Weltreligionen Judentum,Christentum und Islam mit dem Fahrrad von Wien nach Jerusalem zu fahren.Eine verrückte ,eine sonderbare Idee eines Sonderlings dachte ich.Aber sind es,waren es denn nicht immer verrückte Ideen,die die Welt
verändert,eben verrückt haben.Nun gut,dachte ich,der Grund nach Jerusalem zu fahren war gewiss ein nicht nur trefflicher,sondern gerade jetzt ,in der Zeit einer
scheinbar unaufhaltsamen Zuspitzung des Nahostkonflikts höchst aktueller Anlass.Verrückt,total verrückt dachte ich wieder,doch im Stillen überprüfte ich schon ,
ob ich in meinem 69.Lebensjahr noch die Kondition für so ein Wagnis aufbrächte.Ich betrachtete meine Beinmuskel,dachte an meine von Zeit zu Zeit auftretenden
Kreuzschmerzen ,an mein dann von einem hartschmalen Fahrradsattel gequältes Hinterteil,an allenfalls ungemütliche Wetterbedingungen , an politische Unruhen,
Terrorbomben und doch der Gedanke begann mich zu faszinieren.Wie hieß der Kerl,dieser Sonderling doch gleich-Ertel,so,so wie noch Werner Ertel.Ich betrachtete sein Foto mit Fahrrad in der Zeitung. Dürfte auch nicht mehr der Jüngste sein,dachte ich.Immerhin habe ich in späten Jahren auch noch Marathonläufe er-
folgreich absolviert,mit Freunden einmal im Jahr eine Radwoche mit jeweils unterschiedlichen Zielen wie Mallorca, Toskana, Sardinien, und Sizilien verbracht,aber das waren auch schon meine Raderfahrungen.Dann stellte ich mir die bange Frage:Ist eine Woche radfahren pro Jahr eine ausreichende Erfahrung für so ein "Riesenvorhaben"?Wie ,noch einmal nachschauen,wie hieß der"Friedensradler"?Ja richtig,. Werner Ertel aus Melk.Dann gab ich mir einen Stoß und griff zum Handy und ahnte schon,dass mein Entschluss mitzutun unwiderruflich war.Aus Gewohntem,Geregeltem aufzubrechen,die sichere "Küste" hinter sich
zu lassen freilich mit der Aussicht nicht nur auf die Entdeckung von neuen Ländern (immerhin war die Fahrt durch 8 Länder am Programm),sondern auch auf die Reise nach Innen,zu seelischem Neuland ,dieses Spannungsfeld zwischen Statik und Dynamik,bewahren oder verändern,hat Andre Gide beschrieben.Was soll's sag ich mir,"chi non risica non rosica",meines Mittelschulitalienischunterrichts eingedenk und schieb alle Bedenken,die alte "Küste" zu verlassen ,beiseite..
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Dieter

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