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 Dieter's Tagebuch
Dieter Offline



Beiträge: 181

22.05.2009 16:40
40.Reisetag(22.5.2009):Ruhetag in Jerusalem. antworten
Mut zum Glauben

Kein Sonnenstrahl geht verloren.
Aber das Grün,das er weckt,
braucht Zeit zum Sprießen,und
dem Sämann ist nicht immer beschieden,
die Ernte mitzuerleben.Alles wertvolle Wirken
ist Tun auf Glauben.


Albert Schweitzer


Der letzte Tag unserer Reise ist angebrochen.Morgen fliegen wir in vier Stunden zurück was wir in rund 40 Tagen erradelt haben.Ein wenig Ruhe ist in unser rastloses Leben eingekehrt.Dennoch standen wir heute um 5h auf und gingen auf den Ölberg,um dort den anbrechenden Tag,das sich immer kräftiger an den Mauern der Stadt widerscheinende Morgenlicht zu erleben.Eine empfehlenswerte beschauliche Doppelstunde. Nach dem Frühstück Besuch der Klagemauer,dann der Grab-und Auferstehungskirche.Nun folgten wir Martin per Taxi auf einem Friedhof,um das Grab Martin Bubers des genialen Bibelübersetzers ung Philosophen ausfindig zu machen,
dessen Einsatz für den arabisch-jüdischen Dialog auch unser Thema ist.Leider fanden wir das Grab nicht.So hat Martin auf Anraten eines anwesenden Rabbis die aus seinem Heimatort mitgebrachten Steine auf ein anderes Grab gelegt.Martin,Heinz W.und ich hielten eine kurze Andacht,Heinz hatte den Kaddish vorbereitet und betete ihn vor --ein starkes Gemeinschaftserlebnis.Bevor ich
an`s Vorbereiten für die morgige Abreise schreite,möchte ich auf diesem Weg meinem jüngsten Kind ,dir lieber Benni ganz,ganz dicke Geburtstagsbussis schicken.Ich
hoffe wir können noch eine ordentliche Geburtstagsfeier nachholen,denn 14.Jahre wird man nur einmal.
Bevor ich mein Tagebuch schließe möchte ich kurz Bilanz ziehen.Wir sind etwas mehr als 3700km geradelt und haben mehr als 23000 Höhenmeter hinter uns gebracht.
Soweit der sportliche Aspekt.Wieviel unser Mosaiksteinchen Menschen Denkanstöße für die Abkehr von jeglichen radikalen Tendenzen,für mehr Verständnis für die heiligen Werte Anderer gebracht hat oder bringen wird,wird die Zukunft,vielleicht auch erst eine fernere Zukunft zeigen.Wir sind auf unserer Reise auf viele Menschen,Institutionen und Organisationen getroffen,die in unserem Sinne denken und wirken.Hoffen wir im Sinne Albert Schweitzers,dass keiner dieser Sonnenstrahlen verloren gehen möge.


Dieter
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