Jerusalem-in vielerlei Hinsicht faszinierend und erschütternd zugleich.Die Faszination beginnt mit einem großartigen Rundblick von der Dachterrasse des Hospiz nach langem erholsamen Schlaf und variantenreichem Frühstück.Die wichtigsten Stätten der drei monotheistischen Weltreligionen in unmittelbarer Umgebung.Wir proben Martins Wunschlied Jesaja 9,das wir bei der Geburtskirche gemeinsam singen wollen.Abfahrt mit einem klimatisierten Bus nach Bethlehem.Wir sind froh,die zahlreichen Geländestufen auf so unangestrengte Weise überwinden zu können.Gebeugt-niederer Eingang-betreten wir die Geburtskirche.Alle erdenklichen teils noch aus der Kindheit stammenden (Weinachts-)emotionen kommen hoch.Wir steigen zur Geburtskrypta hinunter.Das Betreten dieses Raumes macht mich sehr betreten,allerdings anders als es dieser Ort uns vermitteln könnte.Hier wurde das Weihnachtsevangelium ad absurdum geführt:Friede den Menschen auf Erden.Hier wurde von denVertretern der Religionen verbittert gestritten und gefeilscht um jeden Quadratzentimeter,sogar ein Brand als unrühmliches Resultat eines solchen Haders hat Teile der Decke verunstaltet.Dann im franziskaner Teil des Geburtsorts konnten wir Martins Wunschlied darbringen.Nächste Station war the Palestinian Center for Rapprochement between People.Wir wurden über die palestinensische Sichtweise, die Probleme des Alltags ,sowie ihre Lösungsvorstellungen im israelisch-palestinensischen Dauerkonflikt informiert.Diese Organisation versucht Annäherungsmaßnahmen zwischen den Konfliktparteien zu verwirklichen.Nach einem Mittagsimbiss besuchten wir die Kinderhilfe Bethlehem der Caritas.Hier werden Kinder b eine is 5 Jahre behandelt,ebenso Frühgeborene.Eine Mutterschule ist auch eingerichtet.Der Rundgang führte uns die namenlose Hilflosigkeit dieser kleinsten Erdenbürger deutlich vor Augen.Welche Zukunft werden sie haben?Mit solch schwermütigen Gedanken wendeten wir uns der letzten Begegnungstation für heute zu:the Center for Conflict Resolution and Reconciliation.Palestinensische Moslems erläuterten ihre Sicht des Konflikts.Manche der Organisationen,die wir trafen, traten für eine Einstaaten-,manche für eine Zweistaatenlösung ein.Alle aber bemühen sich um eine Deeskalation des Konflikts.Davon war leider beim abschließenden Gang durch die Altstadt wenig zu spüren.Die Isrealis feierten den Jerusalemtag.Sie zogen laut singend und tanzend,fahneschwingend durch von Polizei und Militär abgeriegelte Altstadtgassen.Die Stimmung war sehr aufgeheizt als der zur Schau gestellte Nationalismus durch das arabische Viertel seinen lautstarken Weg nahm.Hier war so viel gegenseitiger Hass spürbar.Traurig über so viel menschliche Unbelehrbarkeit dachte ich vor dem Schlafengehen an das Wort Gandhis,wie treffend es leider ist.