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Dieses Thema hat 1 Antworten
und wurde 602 mal aufgerufen
 Tagebuch
martin Offline



Beiträge: 231

19.05.2009 19:56
19. Mai, statt in Nablus .... antworten

sind wir heute in diesem unbeschreiblich haesslichen, viel zu pompoesen, touristenueberstroemten Badeort Netanya gelandet.
Das Militaer hat uns am checkpoint nach 4 Stunden Wartezeit den Zugang zur Westbank verweigert.
Aber wenigstens haben wir nach 140 km einen Platz zum Schlafen und sind Jerusalem in greifbare Naehe gekommen.
Sonst geht es uns allen gut, wie schon so oft: geschafft aber gluecklich.
lg
Martin

Zäzilia Offline



Beiträge: 6

19.05.2009 20:24
#2 RE: 19. Mai, statt in Nablus .... antworten

Lieber Martin!

Es freut mich von ganzem Herzen, dass Ihr nun um Haaresbreite dem Ziel der Friedensradfahrt nahe seid.

Meine Nachbarn, die sonst mit der Kirche wenig am Hut haben, lesen interessiert die Informationen auf der homepage. Ja sogar einen Ordner über sämtliche Medieninformationen hat sich einer angelegt. Sie sind über den Bericht im Bezirksjournal auf die Friedensradfahrt aufmerksam geworden. Eine alte Frau sprach mich an: "na du Weltenbummlerin wieder im Lande, wenn sie Zeit haben würde ich mich freuen, wenn sie mir von der Reise erzählen." Auch in der Schule meines Kindes sind viele begeistert. Gespräche mit Interessierten, die mitfahren möchten, falls es eine Wiederholung, bzw. Fortsetzung der Intention geben sollte, haben sich gemeldet.

Ich würde gerne die Ankunftzeit am Samstag und Sonntag Eures Rückfluges wissen. Ich habe vor mit dem Fahrrad zum Flughafen zu kommen.

Die Macht des Mititärs, der Regierungsgewalt wird durch das Vertretungsverbot offensichtlich - ja Kriegsstimmung, Befehle befolgen. Mir scheint in einem Getho werden die Palästinenser eingegrenzt. Genozide, systhematische Morde. Friedensarbeit ist notwendig.

ich habe ein Gedicht geschrieben.

Geliebt sind wir
Geliebt bist Du
Geliebt bin ich

Ich lebe in der Hoffnung
Die Saat der Liebe trägt Früchte - eines Tages
Friede gedeiht mit Liebe
Ich lebe in der Hoffnung, im Glauben,
dass die Liebe niemals vergeht.


"Die Menschen haben in der Geschichte
Auf der ganzen Welt
Immer wieder Enklaven der Liebe geschaffen
Durch aktive Solidarität
und mit Blick auf eine umfassende Befreiung der Völker, der gesamten Menschheit.

Um dieses neue Gesellschaft zu schaffen,
müssen wir die Hand in Freundschaft ausstrecken,
ohne Bitterkeit, ohne Hass,
auch wenn wir zugleich in unserem Bemühen
um die Verteidigung der Wahrheit und Gerechtigkeit niemals nachlassen
Wir wissen, dass wir mit geballten Fäusten nicht aussäen können
Für die Saat müssen wir die Hände öffnen."

(Perez Esquel - Friedensnobelpreisträger)


Dass die Liebe niemals vergeht
Ich lebe in der Hoffnung, im Glauben
Friede gedeiht mit Liebe
Die Saat trägt Früchte - eines Tages
Ich lebe in der Hoffnung

Geliebt bin ich
Geliebt bist Du
Geliebt sind wir

Die vorangegangen und die abschließenden Worte sind von mir.

Die Zeit vergeht so schnell, doch Spuren hinterlassen hat die Reise in meinem Herzen.
Ich werde, die Samen pflegen und hegen, weitergeben was mir zut Teil geworden ist.

Ich freue mich auf ein Wiedersehen.
Liebe Grüße an alle.
Zäzilia

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