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 Dieter's Tagebuch
Dieter Offline



Beiträge: 181

03.05.2009 18:33
21.Reisetag(3.5.2009):von Bolvadin nach Ilgin. antworten


Gott schläft im Stein,
atmet in der Pflanze,
träumt im Tier-
und erwacht im Menschen.

Sebastian Painadath SJ

Für die Statistik:103,53km,reine Fahrzeit 5h2min,durchschnittliche Geschwindigkeit 20,52 Km/h,559 Höhenmeter .

Wir verließen Bolvadin bei Sonnenschein gegen 8 Uhr.Im Hotel bekamen wir nur Tee,den Rest für das Frühstück stellten wir aus unseren zugekauften Beständen bei.
Vor uns ein schneebedeckter Berg,teilweise in Wolken gehüllt.Am Straßenrand Obstverkäufer(Äpfel,Nüsse).Bald wendete sich die Straße nach Osten.Ein kleiner Anstieg
und wir befanden uns im "Obstwunderland".Viele Kilometer begleiteten uns die blühenden Apfel-,Birnen-,Pflaumen-,Nuss-und Kirschbäume.Ein unübersehbares Blütenmeer.Vereinzelt ragten
Platanen in den Himmel.Weidenbüsche rundeten das Bild ab.Erhob man das Auge über die Blütenpracht hinaus,so viel der Blick auf die uns noch lange begleitenden
Grasberge,die sich hier wie eine Perlenkette einer an den anderen reihte.Manche von ihnen kamen mir heute wie schlafende Elefanten vor.Doch es zahlte sich aus den Blick über die Grasberge hinaus zu erheben.Eine schneebedeckte Bergwand warf ihr Weiß im Sonnenlicht zurück.Der blaue Himmel mit weissen,silbriggrauen Wolken
vollendete das Naturschauspiel.Schließlich kam auch der See in Sicht,den wir südlich umfuhren.Zunächst hatten wir eine schwere Bergetappe erwartet.Das erwies sich
glücklicherweise als Irrtum.So kamen wir rasch voran.In Aksehir gab es ein hervorragendes Mittagessen.Ein Reporter einer Lokalzeitung interviewte uns und schoss auch ein paar Fotos.Dann statteten wir dem Grab von Nasreddin Hodja einen Besuch ab.Er lebte im13.Jht .Seine Philosophie für Frieden und Toleranz und seine Weisheit sowie sein Humor machten in weltweit bekannt.1996 erklärte immerhin die Unesco zum Nasreddin Hodja Jahr.Im Umfeld unseres Zielortes verließen uns die Grasberge ebenso
wie die blühenden Obstbäume.wir befinden uns nun in einem Acker-Weideland,manchmal säumen auch kahle Hügel den Weg.Wenn ich an das heutige Zitat denke,so wird spürbar,was sich in den Grasbergen,im Blütenmeer der Obstbäume,in den treuen Augen eines jungen Hundes ,der mir heute über den Weg gelaufen ist und in dem
strahlenden Lächeln eines türkischen Jungen verbirgt.

Dieter






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