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 Dieter's Tagebuch
Dieter Offline



Beiträge: 181

27.04.2009 23:49
15.Reisetag(27.4.2009): von Svilengrad nach Corlu antworten

Kein Weg ist zu lang für den,
der langsam und ohne Eile vorwärts schreitet.

Jean de La Bruyere


Für die Statistik:166 Km,1451 Höhenmeter,durchschnittliche Geschwindigkeit 18,2 Km/h,reine Fahrzeit 9h 6Min..


Das kühle Wetter,der graue Himmel blieb uns auch an diesem Tag treu.Die Grenze von Bulgarien in die Türkei passierten wir ohne gröbere Probleme.Schon auf türkischer Seite wärmten wir uns bei einem Tee auf.Dabei fiel mir erstmals das ungewöhnlich große Interesse auf das die Türken uns und unserer Aktion entgegenbrachten.Schon von weitem grüßte uns die wunderschöne Hauptmoschee von Edirne mit ihren zahlreichen Minaretten.Über eine Steinbrücke gelangten wir in diese Stadt aus 1000 und eine Nacht.Ein Blumenmeer ergoss sich über das ganze Zentrum.Der Tulpe wurde sogar ein eigenes Denkmal gewidmet.Wir machten umgeben von mehreren pracht-
vollen Moscheen,inmitten dieser Blumenwelt Kaffee -und Bankomatpause.Zum Adschied sang uns noch ein Pfau sein Lied.Die geplante Kmleistung trieb uns leider zur Eile.Zu unserer Enttäuschung wurde es keine Rolleretappe,sondern erzwang das wellenartige Gelände einen ständigen Wechsel von kräfteraubenden Anstiegen und Abfahrten.Daraus ergaben sich Höhenmeter,die mit dem Großglockner vergleichbar sind,ohne jedoch im Endeffekt wirklich wesentlich an Höhe zu gewinnen.Erst gegen 15h vergönnten wir uns eine Mittagspause in einem Einkaufszentrum.Da wir schon rd 120km geradelt waren,schlug ich vor für die letzten etwa 45km beisammen zu bleiben und im Sinne des obigen Zitats kein kräfteraubendes Tempo vorzugeben und so auch für die Schwächeren eine angenehme Fahrt zu ermöglichen.Leider dauerte
es nicht lange und das Radlerfeld verteilte sich wieder über mehrere Kilometer.Es kamen letzlich zwar auch alle an,aber natürlich ziemlich erschöpft.Immer noch flackert
hin und wieder ein Konkurrenzdenken auf.Schade.Bei km 153 riess meine Fahrradkette doch der Begleitbus war gleich zur Stelle,ich verstaute mein Rad,stieg ein und wir machten uns auf die Suche nach unserem Hotel.Dank der Aufmerksamkeit und Hilfsbereitschaft von Türken wurden wir rasch fündig.Nach und nach trudelten die übrigen Radler ein.Gesetz der Serie: wir haben noch zwei weitere Kettendefekte zu beklagen.Für morgen früh ist großes reparieren angesagt.
Vielen kam heute der Weg zu lang vor.Das hätte vermieden werden können,wenn man sich das obige Zitat zu Herzen genommen hätte.



Dieter

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